Die Vereinigung mit der Dualseele



Die Vereinigung mit der Dualseele ist die reine Erfüllung. Diesen Austausch kann man nicht im Ansatz mit dem vergleichen, was man im Allgemeinen als Sex bezeichnet.
Während man mit einer falschen Hälfte einfach nur seinen Trieb befriedigen will, machen Dualseelen tatsächlich Liebe.
Wenn Dualseelen sich vereinigen, dann geht es um beide. Dann geht es nicht nur um den Mann, der seinen Trieb befriedigen will. Dann geht es nicht darum, diesem seinen Willen zu erfüllen, damit er nicht beleidigt ist und man so seine Aggressionen  in den Griff bekommt. Dann geht es nicht darum, dass man einfach nur zur Befriedigung des Mannes verwendet wird. Bei Dualseelen geht es dabei tatsächlich um Liebe. Bei Dualseelen ist jede Berührung ein Segen und kein Fluch. Da ist nur die Berührung von Händen schon die absolute Erfüllung. Es ist wie eine Erlösung. Es ist ein Geschenk. Alleine die körperliche Anwesenheit des anderen. Alleine das ist schon göttlich. Eine Berührung ist so, wie wenn man tagelang ohne Wasser durch die Wüste gelaufen ist und durch die Berührung endlich einen Schluck Wasser bekommt. Es ist das Absolute. Es ist die Offenbarung. Es ist so unfassbar schön, dass sich dafür eigentlich gar keine Worte finden lassen. Es ist ein Heimkommen, es ist die Heimat und das alles nur ausgelöst durch die Nähe des anderen. Dabei ist hier noch nicht einmal von dem absoluten Akt der Vereinigung die Rede, der alle Grenzen sprengt.
Liebe zu machen mit seiner Dualseele bis zum absoluten Höhepunkt beider Geschlechter ist das Auflösen und gleichzeitige Vereinigen mit allem was ist. Es ist ein sich gegenseitiges Tragen. Ein sich selbst Berühren.
Ein Wissen um sich selbst der jede Berührung des anderen zu einem göttlichen Akt macht. Es ist sich selbst zum Geschenk zu machen. Ein gegenseitiger Ausgleich der ohne jegliche Macht vonstatten geht. Der von reiner Liebe getragen wird. Das Streicheln des anderen und zu sehen wie er dahinschmelzt bei dieser Berührung ist das gleichzeitige Streicheln von sich selbst. Es ist nicht nur der eine der dabei berührt wird, es sind beide im exakt gleichen  Rhythmus. Es ist Beglückung die glücklich macht. Es ist ein Geben das in der Einheit bleibt. Eine Energie die nicht verloren geht. Die sich immer mehr auflädt und in einem gegenseitigen Akt der Ekstase alles Sein berührt.